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Wie oft Sie Ihre Sehstärke prüfen lassen sollten

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am

Lassen Sie Ihre Sehstärke einmal im Jahr prüfen, das empfiehlt der Verband der Augenoptiker allen Erwachsenen. Eine Pflicht dazu gibt es nicht. Gehen Sie früher, wenn Sie oft Kopfschmerzen haben, die Augen zusammenkneifen oder Texte weiter weghalten müssen. Ab 50 sehen viele Menschen in der Dämmerung schlechter, ohne es zu merken.

Empfohlener Abstand zur Kontrolle
1 Jahr
ZVA-Positionspapier Wiederholungssehtest, Stand 1. Oktober 2020
Brillen- und Linsenträger ab 16
41,1 Millionen
ZVA-Positionspapier Wiederholungssehtest, Stand 1. Oktober 2020
Änderung für neue Kassengläser
0,5 Dioptrien
Sozialgesetzbuch V, § 33 Absatz 4, Stand 22. September 2026
Ein Mann um die 50 sitzt am Küchentisch und schaut konzentriert auf sein Handy.
Wer kleine Schrift immer weiter weghalten muss, sollte seine Sehstärke prüfen lassen. Bild: KI generiert.

Einmal im Jahr zur Kontrolle der Sehstärke

Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) empfiehlt allen Erwachsenen, die Sehstärke einmal im Jahr prüfen zu lassen. Das gilt auch, wenn Sie schon eine Brille tragen. Bemerken Sie vorher eine Veränderung, gehen Sie früher.

Der Grund ist einfach. Viele Sehschwächen entwickeln sich langsam, und man gewöhnt sich daran. Bei Sehtest-Aktionen des Verbands hatte etwa jeder zweite Teilnehmer eine Brille, die nicht mehr passte, oder gar keine, obwohl er eine gebraucht hätte. Insgesamt tragen in Deutschland 41,1 Millionen Menschen ab 16 Jahren eine Brille oder Kontaktlinsen.

Nach dem Führerschein prüft niemand mehr Ihre Augen

Den Sehtest für den Führerschein machen Sie nur einmal, wenn Sie den Führerschein beantragen. Danach verlangt für Auto und Motorrad niemand mehr einen neuen Test. Wer mit 18 den Führerschein gemacht hat, muss seine Augen also nie wieder von Amts wegen prüfen lassen.

Der Verband der Augenoptiker fordert deshalb einen Pflichttest in festen Abständen. Nach seiner Zählung von 2020 kannten 18 Länder der EU eine solche Pflicht. In Deutschland bleibt die Kontrolle Ihre eigene Entscheidung.

6 Anzeichen, dass Ihre Brille nicht mehr passt

Dass eine Brille nicht mehr passt, merken Sie selten an einem einzigen Zeichen. Meist kommen mehrere kleine Beobachtungen zusammen.

  • Sie haben Kopfschmerzen oder ein Ziehen hinter den Augen, vor allem nach langer Arbeit am Bildschirm.
  • Sie kneifen die Augen zusammen, um Schrift oder Dinge in der Ferne scharf zu sehen.
  • Sie halten Bücher, Speisekarten oder das Handy weiter weg als früher.
  • Sie brauchen zum Lesen mehr Licht als noch vor ein oder zwei Jahren.
  • Beim Autofahren in der Dämmerung schätzen Sie Abstände unsicherer ein als am Tag.
  • Schilder, Uhren oder Gesichter in der Ferne wirken unscharf.

Bei Kindern sieht es anders aus, weil ihnen der Vergleich mit früher fehlt. Sie kneifen beim Fernsehen die Augen zusammen, setzen sich dicht vor den Bildschirm oder halten Hefte sehr nah vor das Gesicht. Das ist ein Grund für einen Termin, aber noch keine Diagnose.

Ist bei Ihnen eine Kontrolle der Sehstärke fällig?

Liegt Ihr letzter Sehtest mehr als ein Jahr zurück?

Ja

Machen Sie einen Termin. Der Verband der Augenoptiker empfiehlt die Kontrolle einmal im Jahr.

Nein

Bemerken Sie eines der 6 Anzeichen?

Ja

Machen Sie trotzdem bald einen Termin. Anzeichen zählen mehr als das Datum der letzten Messung.

Nein

Sie können bis zum Jahrestag warten. Tragen Sie sich den Termin in den Kalender ein.

Wie sich die Sehstärke mit dem Alter ändert

Zwischen 18 und 30 verschlechtert sich die Sehstärke bei vielen Menschen deutlich, ohne dass sie es merken. Das berichtet der Verband der Augenoptiker. Es geht schleichend, und kaum jemand erinnert sich an seinen Wert von früher.

Ab etwa Mitte 40 fällt fast allen das Lesen schwerer. Die Linse im Auge wird weniger elastisch und stellt in der Nähe nicht mehr so gut scharf. Das nennt man Alterssichtigkeit. Sie nimmt über Jahre zu, deshalb muss die Stärke zum Lesen nach einigen Jahren meist angepasst werden.

Ab 50 sehen Sie in der Dämmerung und im Dunkeln schlechter. Ab 60 lassen außerdem die Sehschärfe am Tag und das Sehen von Kontrasten nach, und Licht blendet stärker. Das betrifft vor allem das Autofahren bei schlechtem Licht. Was dabei hilft und was nicht, steht im Ratgeber zur Nachtfahrbrille mit gelben Gläsern.

Wann die Kasse nach der Kontrolle neue Gläser zahlt

Ab 14 Jahren zahlt die gesetzliche Krankenkasse neue Gläser nur, wenn sich Ihre Sehstärke um mindestens 0,5 Dioptrien geändert hat. Dazu kommen weitere Bedingungen, etwa sehr starke Gläser. Wann die Kasse überhaupt zahlt, erklärt der Ratgeber Brille auf Kassenkosten. Eine Kontrolle im Jahr zeigt Ihnen, ob die Grenze erreicht ist.

  1. Notieren Sie das Datum Ihres letzten Sehtests, im Kalender oder im Handy.
  2. Achten Sie zwei bis drei Wochen lang darauf, ob eines der Anzeichen öfter auftritt.
  3. Machen Sie einen Termin, sobald ein Jahr um ist oder ein Anzeichen auftritt, je nachdem, was zuerst kommt.
  4. Bringen Sie Ihre jetzige Brille und Ihren Brillenpass mit.
  5. Lassen Sie sich die neuen Werte aufschreiben, damit Sie beim nächsten Mal vergleichen können.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Sehstärke prüfen lassen?

Ihre Sehstärke sollten Sie einmal im Jahr prüfen lassen, das empfiehlt der Verband der Augenoptiker allen Erwachsenen. Bemerken Sie vorher Anzeichen wie Kopfschmerzen oder Zusammenkneifen der Augen, gehen Sie früher.

Muss ich als Autofahrer meinen Sehtest regelmäßig wiederholen?

Nein, für Auto und Motorrad müssen Sie den Sehtest in Deutschland nur einmal machen, wenn Sie den Führerschein beantragen. Eine Pflicht zur Wiederholung gibt es nicht. Der Verband der Augenoptiker fordert sie, viele Länder der EU haben sie schon.

Woran erkenne ich, dass meine Brille nicht mehr passt?

Eine Brille passt oft nicht mehr, wenn Sie Kopfschmerzen bekommen, die Augen zusammenkneifen oder Texte weiter weghalten. Auch mehr Licht beim Lesen und Unsicherheit beim Autofahren in der Dämmerung sind Anzeichen. Mehrere davon zusammen sind ein klarer Grund für einen Termin.

Warum merke ich nicht, dass meine Augen schlechter werden?

Schlechtere Augen merken Sie oft nicht, weil sich die Sehstärke langsam ändert und der Vergleich mit früher fehlt. Bei Sehtest-Aktionen des Verbands der Augenoptiker hatte etwa jeder zweite Teilnehmer eine unpassende oder gar keine Brille, ohne es zu wissen.

Ab welchem Alter ist der jährliche Sehtest besonders wichtig?

Der jährliche Sehtest ist ab 50 besonders wichtig, weil dann das Sehen in der Dämmerung nachlässt. Ab 60 sehen viele Menschen auch am Tag schlechter, erkennen Kontraste schwerer und werden leichter geblendet. Das betrifft vor allem das Autofahren.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. ZVA-Positionspapier Wiederholungssehtest, Stand Oktober 2020, Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (Verbandsquelle),
  2. § 12 Fahrerlaubnis-Verordnung: Sehvermögen, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  3. Anlage 6 Fahrerlaubnis-Verordnung: Anforderungen an das Sehvermögen, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  4. § 33 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch: Anspruch auf Sehhilfen, Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  5. Empfehlung zur optischen Korrektion von Refraktionsfehlern, Anhang, Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und Berufsverband der Augenärzte Deutschlands,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Die Texte werden vor der Veröffentlichung gelesen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Optiker stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap, die Angaben zur Innung aus dem Register der Innungsoptiker. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

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Stand dieser Angaben: 2. Oktober 2026.